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Kongress: Agirre in the Arts – The Spanish Civil War and the Basque Exile in the Arts

2 Juni, 2016 // 9:00 am - 4:00 pm

Der Kongress am 2. Juni, ebenfalls ins der Humboldt-Universität, mit dem Titel Agirre in the Arts: The Spanish Civil War and the Basque Exile in the Arts widmet sich der Betrachtung des baskischen Exils aus verschiedensten Blickpunkten: Literatur- und Geschichtswissenschaft, bildende Künste, Musik, Politik und Mode sind einige der Themen, die der Kongress aufgreifen wird.

(Kongress in englischer Sprache)

// Abstracts und Ablauf

9:00 Anmeldung
9:30 In the Name of the Fallen: Basque Fiction on the Civil War

Mari Jose Olaziregi (Baskisches Institut Etxepare, Universität des Baskenlandes)

In diesem Vortrag wird in der gegebenen Kürze erörtert, wie sich die Zurückgewinnung der Erinnerung an den Spanischen Bürgerkrieg in der zeitgenössischen baskischen Narration entwickelt hat – auch im Zusammenhang mit der Bedeutung von Erinnerungsorten wie den Intxorta-Bergen oder Gernika. Darüber hinaus werden die Zielsetzungen, die solchen literarischen Entwürfen zugrunde liegen, betrachtet, sowie in besonderem Maße die Objekte, die ein solches Wieder-Erinnern hervorbringt. In Bezug auf die von den baskischen Schriftstellern verfolgten Ziele wird u.a. der Zusammenhang zwischen der Repression durch das Franco-Regime und der plötzlichen Entstehung der Terrororganisation E.T.A. während der harten Jahre der Diktatur hervorgehoben. Ebenfalls sollen die Wiederherstellung der Würde der Verlierer des Bürgerkriegs sowie die Ursprünge terroristischer Gewalt als thematische Motive in den untersuchten Romanen beleuchtet werden.

10:30 Pause
11:00 Fashion in Exile: Creativity and Innovation, from Balenciaga to Rabanne

Miren Arzalluz (Universidad de Deusto, London School of Economics)

Ziel dieses Vortrags ist es zu zeigen, wie Krieg und Exil das Werk von zwei der einflussreichsten Modedesigner des 20. Jahrhunderts, Cristóbal Balenciaga und Paco Rabanne, beeinflusst haben. Durch den Spanischen Bürgerkrieg waren sie gezwungen das Baskenland zu verlassen und mussten während des Zweiten Weltkriegs in Frankreich weiteren Schwierigkeiten und Unsicherheiten begegnen. Sie schafften es das Unglück zu bewältigen und fielen in der hart umkämpften Pariser Modeszene durch beispiellose Kreativität, Präzision und Innovation auf. Ressourcenreichtum, Zähigkeit und Widerstandskraft, die in Zeiten der Not entstanden waren, zeichneten einige der legendärsten Kreationen der Geschichte des Modedesigns aus.

12:00 Elegy of a Basque Woman: Historical Memory in Iberian Literature and Work in Progress

Daniela Bister (Philipps-Universität Marburg, Konrad-Adenauer-Stiftung)
Kirmen Uribe (Schriftsteller)

Als ich ein Kind war, besuchte uns eine ältere Frau. Sie war eine Freundin meiner Mutter. Und sie stand José Antonio Agirre sehr nah. Das Leben dieser Frau fasste praktische das gesamte 20. Jahrhundert zusammen: die kulturelle Renaissance vor dem Krieg, der spanische Bürgerkrieg, das Exil in Paris, New York und Lateinamerika, die Revolution in den 60ern, die Geburt der ETA und der Tod Francos …
In seinem neuesten Roman wird Uribe das fiktive Leben dieser Frau beschreiben. Im Vortrag wird es um den Entstehungsprozess des Romans gehen, eines Romans, der mit verschiedenen Stimmen spricht, die sich nicht immer einig sind in ihren Ansichten. Schließlich beschäftigt sich der Autor mit der Frage, warum Uribes Generation so ist, wie sie ist – in ähnlicher Weise, wie es auch Vargas Llosa in seinem Werk Gespräch in der ‚Kathedrale’. Er stellt die Frage: „Wann zerbrach der Traum der Basken?“. Er beschreibt die Geschichte einer Familie und anhand dieser Familie die baskische Geschichte und Identität; was es heißt, sich als Baske zu fühlen. Er tut dies furchtlos und ohne je das Leid, das sich im Laufe der Jahre ereignet hat, aus dem Blick zu verlieren.

13:00 Pause
14:00 The Bombardment of Gernika: The Crossing of the Arts and Politics

Benjamin Inal (Philipps-Universität Marburg)

In diesem Vortrag soll die Bombardierung Gernikas nicht nur als wichtiges Symbol für die baskische Kultur untersucht werden, sondern auch für die europäische Kultur im Allgemeinen. Als solches war Gernika stets ein Referenzpunkt in künstlerischer wie politischer Hinsicht. Der Vortrag ist demnach so angelegt, um aufzuzeigen, in wie weit künstlerische Repräsentationen nicht nur ein einfaches historisches Ereignis darstellen, sondern auch wie sie den unterschiedlichen politischen Gebrauch des Symbols von Gernika repräsentieren.

15:00 Berlin: Music without Borders: The Contemporary Music of the Interwar Time

Iker Sánchez Silva (Orchesterdirigent)
Klavier: Joana Otxoa de Alaiza / Mezzosopran: Paula Iragorri

Ausgehend von Leben und Werk baskischer Komponisten wie Andres Isasi (1890 – 1940) oder katalanischer Komponisten wie Roberto Gerhard (1896 –1970) werden in diesem Vortrag die Geschichten und Beziehungen einer Musikergeneration dargestellt, die zwischen zwei Weltkriegen lebte und ins Exil gezwungen wurde. Durch sie lernen wir die europäische Musikszene jener Zeit kennen, sowie ihre Beziehungen zu Persönlichkeiten wie Arnold Schönberg oder Kurt Weill. Schließlich müssen aber auch die schrecklichen Konsequenzen aufgezeigt werden, die die Kriege gegen den Faschismus in den 30er und 40er Jahren für die gegenwärtige Musikszene hatten.

Organisation:

euskaletxea

Unterstützung und Kooperation:

basquecountry Etxepare 2000_mhusiegel_bw

Details

Datum:
2 Juni, 2016
Zeit:
9:00 am - 4:00 pm
Veranstaltungkategorie:

Veranstaltungsort

Humboldt-Universität zu Berlin, Senatssaal
Unter den Linden 6
Berlin, 10099 Alemania
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